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Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007

 

Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundesgesundheitsagentur führte Statistik Austria vom März 2006 bis Februar 2007 eine österreichweite Erhebung zum Thema "Gesundheit" durch. Die Erhebung richtete sich an die österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren (6,9 Mio. Personen). Personen in Alten- und Pflegeheimen waren miteinbezogen. Die österreichweite Ausschöpfung lag bei 63,2%. Insgesamt konnten die Daten von 15.474 Personen verwertet und auf die österreichische Bevölkerung im Alter von 15 und mehr Jahren hochgerechnet werden.

Gesundheitsbefragungen (Health Interview Surveys) bilden eine unverzichtbare Datenquelle für die populationsbezogene Dokumentation und Analyse der Zusammenhänge von Morbidität, Gesundheitsverhalten und gesundheitsrelevanten Risikofaktoren sowie der Inanspruchnahme von Einrichtungen des Gesundheitswesens in einer Bevölkerung. Dadurch lassen sich Unterschiede im Gesundheitszustand und im Gesundheitsverhalten nach Alter, Geschlecht und weiteren soziodemographischen Einflussfaktoren erkennen. Weiters ermöglichen solche Befragungen eine systematische und an aktuellen gesundheitlichen Problemen orientierte Gesundheitsberichterstattung. Gesundheitsbefragungen geben darüber hinaus bei wiederholter Durchführung Auskunft über Veränderungen im Gesundheitszustand der Bevölkerung. Diese Ergebnisse ermöglichen in weiterer Folge die Ableitung zielgerichteter Präventionsprogramme und die Erfassung und Bewertung der Auswirkungen gesundheitspolitischer Maßnahmen.

Gesundheitsbefragungen wurden in Österreich im Rahmen des Mikrozensus in unregelmäßigen Abständen seit den 1970er Jahren durchgeführt. Die letzte Befragung dieser Art gab es im Jahr 1999. Die Ergebnisse der Befragung 2006/2007 lassen sich allerdings aufgrund unterschiedlicher Erhebungsdesigns und eines völlig neu konzipierten Frageprogramms nur punktuell mit den Ergebnissen früherer Befragungen vergleichen. Das Frageprogramm lehnt sich stark an entsprechende Empfehlungen und Richtlinien über Gesundheitsbefragungen der EU an und wurde in mehreren Experten- und Expertinnenrunden für nationale Bedürfnisse adaptiert.

Themen der Befragung waren der Gesundheitszustand der Bevölkerung ab 15 Jahren, also das Auftreten bestimmter Krankheiten bzw. Krankheitssymptome, Beschwerden, Schmerzen, funktionaler Beeinträchtigungen sowie das Ausmaß bzw. der Bedarf an Unterstützung bei Aktivitäten des täglichen Lebens. Ein zweiter Themenbereich betraf das Gesundheitsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher. Hier wurden Daten zu Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol) sowie zu Ernährung, körperlichen Aktivitäten und Vorsorgeaktivitäten erhoben. Ein dritter Aspekt der Befragung betraf die Inanspruchnahme der unterschiedlichen Versorgungsebenen des Gesundheitswesens, also die Leistungen von Spitälern, von niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen und von Leistungen sonstiger Gesundheitsberufe.

Die Hauptergebnisse der Gesundheitsbefragung 2006/2007 sind als Download verfügbar. Der Bericht gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil gibt einen Überblick über wichtige Ergebnisse der Befragung. Der zweite Teil dokumentiert das Erhebungsinstrument (den Fragebogen) und das Erhebungsdesign sowie zentrale Qualitätsindikatoren (Ausschöpfung, Non-response). Im dritten Teil findet sich zu jeder Frage der Erhebung ein tabellarischer Überblick über die auf die österreichische Bevölkerung hochgerechneten Ergebnisse nach Alter, Geschlecht, Staatsbürgerschaft bzw. Geburtsland und Wohnbundesland.

 
 
 

Letzte Aktualisierung am: 02.02.2009
 
 
 
 
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